Aktuelles

Achtung die Telefonnummer 07346-5213 des Kuratoriums ist zur Zeit gestört, bitte die Rufnummer 07346-9659890 verwenden.


Sammlerbörse des Landesverband VdW Baden Württemberg in Stuttgart

Am 16.09.2017 wird der Landesverband BW im Schützenhaus der Schützengesellschaft Tell 70376 Stuttgart-Münster, Burgholzstraße 91 seinen dritten Verkaufs- und Tauschtag durchführen. Hierbei handelt sich es um eine geschlossene Veranstaltung, zu der nur Mitglieder des VDW und ansässige Vereinsmitglieder Zutritt haben. Auch Mitglieder des Kuratoriums sind dazu recht herzlich eingeladen. Mitgliederausweise bitte mitführen. ( Dringend erforderlich )

Die Veranstaltung dauert von 11 – 16 Uhr.

Es können Lang- und Kurzwaffen, Militaria, Messer, Sammlerpatronen und andere sammelwürdige Gegenstände, aber auch Sportwaffen angeboten werden. Gezeigt werden auch verschiedene Sammelgebiete unserer Mitglieder.

Anmeldungen bzw. Platzresevierung bitte telefonisch oder per E-Mail an

Siegfried Thamm

LV-Baden Württemberg

Tel: 07141 75453

E-Mail: sigi-thamm@t-online.de


Die alten Mitgliedsausweise sind weiterhin gültig


E-Mail Attacke: Am Montag den 14. November 2016 wurden wir durch Massenanfragen und Beitrittsanträge per E-Mail massiv attackiert. Es wurden tausende Mails auf uns losgelassen, sodass wir gezwungen waren die entsprechen Formulare von unserer Seite zu nehmen. Weshalb ab sofort keine Online-Anfrage und –Beitrittserklärung mehr funktioniert. Übermitteln Sie uns deshalb ab sofort Anfragen wieder ganz normal über E-Mail. Für den Beitritt wurde ein PDF-Formular eingestellt, welches heruntergeladen und ausfüllt werden kann.


Neuwahlen der Vorstandschaft

Am 27. Mai 2016 wurden in Ulm/D. auf der diesjährigen ISMU erneut Neuwahlen der Vorstandschaft unseres Verbandes durchgeführt wie es auch durch persönliche Einladung und der Veröffentlichung auf unserer Homepage im Vorfeld ersichtlich war. Die Neuwahlen der Vorstandschaft wurden notwendig, nachdem ein bei der letzten Wahl anwesenden Ver-bandsmitglied Einspruch gegen die letzte Wahl der Vorstandschaft beim zuständigen Vereinsregister wegen nicht vorschriftmäßiger Einladung, erhob. Welchen Stellenwert diese Neuwahlen bei unseren Mitgliedern darstellten zeigte sich schon darin, dass weit über 50 Mitgliedern, unter anderem auch aus den USA, bei der Wahl anwesend waren und wir über die Messetage hinweg ca. 20 Neumitglieder dem Verband beitraten. Die Neuwahlen bestätigten hierbei mit überragender Mehrheit weitgehend die alte, bereits gewählte Vorstandschaft.

Die neu gewählte Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstand: Hans – Peter Schmid, Illerkirchberg

stellvertr. Vorstand: Dietrich Jonke, Taufkirchen

Schatzmeister: Norbert Miltz, Ottrau

Schriftführer: Rainer Neckelmann, Gröbenzell

Die beratenden Beisitzer sind:

Klaus Bünemann, Ostfildern

Michael Pfanneberg, Landshut

Karl Mengele, Buttenwiesen

In diesem Zusammenhang möchten sich die gewählten Vorstandsmitglieder bei all den Verbandsmitgliedern recht herzlich bedanken, welche sich nach einem anstrengenden Messetag sich die Zeit genommen haben nach 18.00 Uhr an einer Mitgliederversammlung mit Neuwahlen teilzunehmen.


Mitgliederversammlung des Kuratoriums

am Freitag den 27.05.2016, 18:00 Uhr

im Nebenraum der Messe Ulm

Böfingerstr. 50, 89073 Ulm/Donau

Die Mitgliederversammlung hat folgende Tagesordnung:

1.) Eröffnung und Begrüßung

2.) Genehmigung der Tagesordnung

3.) Bericht des Vorsitzenden

4.) Bericht des Schatzmeisters

5.) Aussprache

6.) Neuwahlen des Vorstandes*

a.) Vorsitzender

b.) Stelv. Vorsitzender

c.) Schatzmeister

d.) Schriftführer

e.) Beisitzer

f.) Revisoren

7.) Verschiedenes

* Das zuständige Amtsgericht hat mitgeteilt, dass durch ein Mitglied Widerspruch gegen die Wahl des Vorstandes und der in Kassel beschlossenen Satzungsänderung eingereicht wurde. Eine Klärung der Angelegnheit ist bis zu unserer Mitgliederversammlung nicht möglich. Um handlungsfähig zu sein, führen wir Neuwahlen des Vorstandes durch.


GS Waffen-Verwaltung - neue Version 5.0

Unser Mitglied Herr Dipl.-Ing.(FH) Gert Spießhofer hat die neue Version 5.0 der GS Waffen-Verwaltung fertiggestellt. Mitglieder des Kuratoriums erhalten wie bisher 20% Rabatt. Der Rabatt kann im Shop direkt mit dem Gutscheincode I9IUHZC8 eingelöst werden.

Nutzer einer älteren Version können die neue Version für 15 EUR erhalten.

Die GS Waffen-Verwaltung wurde für Sammler von Feuerwaffen und Blankwaffen entwickelt. Zur Bedienung des Programms müssen Sie aber kein Computerexperte sein. Das Programm ist selbsterklärend, leicht zu bedienen und auch für Computeranfänger geeignet. Die Trennung in die Programmteile Feuerwaffen, Blankwaffen und Zubehör sorgt für eine hohe Übersichtlichkeit. Die Datenfelder der Dateien wurde auf das jeweilige Sammelgebiet abgestimmt.

Die Objekte können über die Bezeichnung im internen Internetbrowser gesucht und angezeigt werden. Die Bilder aus dem Browserfenster können Sie per Drag & Drop in die Bildfelder verschieben. Damit entfällt das Fotografieren der Waffen. Sie können pro Objekt beliebig viele Bilder einfügen.

Die Anzahl der Datensätze wird eher durch das Bankkonto, nicht aber durch die Software beschränkt. Wer bisher eine selbst entwickelte Datenbank nutzt (z.B. Excel), kann die Daten über die Importfunktion übernehmen.

Zum Ausdrucken und zur Auswertung der Daten stehen Listen, Tabellen und Formulare zur Verfügung. Sammlerwert, Kaufpreis und Verkaufspreis werden automatisch summiert und so der Wert der Sammlung schnell ermittelt.

Die eingegebenen Daten können nach allen Datenfeldern sortiert werden. Die Sortierreihenfolge kann dabei selbst festgelegt werden. Die Datensuche ist einfach und genau. Sie können mehrere Sammlungen anlegen, aber auch alle Objekte in einer Datei verwalten.

Eigenschaften:

• Verwalten von Feuerwaffen, Blankwaffen und Zubehör

• Übersichtliche Benutzeroberfläche

• Eingabe beliebig vieler Datensätze

• Anlegen und öffnen von mehreren Sammlungen

• Verwaltung von Sammlung, Suchlisten und Verkäufen

• Autovervollständigung von Datenfeldern

• Wertelisten für die wichtigsten Daten

• Wertelisten können bearbeitet werden

• Selektion von Daten durch umfangreiche Suchfunktionen

• Sortieren von Daten nach unterschiedlichen Kriterien

• Veränderbare Spaltenköpfe in Liste und Tabelle

• Auswahl der eingegebenen Datensätze aus einer Bildübersicht (Katalog)

• Wechsel zwischen den Datensätzen auch über die Bildvergrößerung

• Slideshowfunktion

• Hinzufügen, ändern, duplizieren und löschen von Datensätzen

• Import von Daten aus anderen Formaten (z.B. Excel)

• Export in andere Datenformate

• Änderung der Farbe des Hauptfensters

• Selektion von Daten durch umfangreiche Suchfunktionen

• Sortieren von Daten nach unterschiedlichen Kriterien

• Addieren von Kaufpreis, Verkaufspreis und Sammlerwert

• Ausdrucken von Daten in Formular-, Listen- und Tabellenform im Hoch- und Querformat

• Anzeigen von Liste und Tabelle als Excel-Datei

• Artikel kann über Hersteller + Artikelnummer im Internet angezeigt werden

Neu in Version 5

• Eingabe beliebig vieler Bilder

• Suche im Internet anhand von Modell und Hersteller

• Bildübernahme aus dem Internetfenster per Drag & Drop

• Direktes öffnen der eingefügten Bilder

• Schnellsuche über alle Datenfelder

• Zuordnung von Zubehör zu den Feuerwaffen

Systemvoraussetzung:

Intel Pentium 4 / AMD Athlon 64 oder neuer Windows 7, Windows 8/8,1, Windows 10 1 GB Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher 300 MB, CD- oder DVD-Laufwerk

http://www.sammlersoftware.de

Dipl.-Ing.(FH) Gert Spießhofer

Am Oberndorfer Weiher 15

97424 Schweinfurt

Telefon 09721-942437

email: info@sammlersoftware.de

Preis: 30,00 EUR


Hans Peter Schmid wurde bei der Mitgliederversammlung am Samstag den 28.11.2015 als Vorsitzender des Kuratoriums wiedergewählt.

Gegenkandidat Wolfgang Berk ist nicht mehr im Vorstand.


Sächsische Militärpistolen um 1700 bis 1918

Gerade rechtzeitig zur Urlaubssaison 2015 hat das in privater Regie geführte "Militärhistorische Museum Wolkenstein" eine neue Sonderausstellung eröffnet.

In Anlehnung an die bereits 2011/12 gezeigte Präsentation zur Geschichte sächsischer Militärgewehre bietet die neue Sonderausstellung eine bedeutende Anzahl von Objekten, an Hand derer die Entwicklung der Militärpistolen in Sachsen von der Radschlossära bis zur modernen Pistole 08 nachvollzogen werden kann. Mit der dargebotenen Anzahl und großen Vielfalt der Exemplare ist diese Sonderausstellung für den interessierten Besucher als sicherlich einmalig anzusehen.

Zur Ausstellung erschien auch ein 50 Seiten umfassender Katalog im DIN A4 -Querformat, der alle ausgestellten Pistolen in großformatigen Bildern zeigt.

Das Militärhistorische Museum am Schlossplatz 4 in 09429 Wolkenstein befindet sich unmittelbar vor dem Schloss Wolkenstein im sog. Schlosskeller, einem Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 17:00 geöffnet.


Neue Waffenkammer auf Schloss Wellenberg (Felben-Wellhausen bei Frauenfeld, Thurgau in der Schweiz):

Nach mehreren Anläufen und auch mit einer Portion Glück ist es unserem langjährigen Mitglied Peter Kunz aus der Schweiz gelungen, die beim Studium der Entwicklungsgeschichte der Feuerwaffen in den vergangenen 30 Jahren entstandene Waffensammlung in eine öffentlich zugängliche Waffenkammer im romantischen Schloss Wellenberg bei Frauenfeld umzuwandeln. Hierzu wurde vor etwas mehr als einem Jahr die gemeinnützige “Stiftung Feuerwaffen Peter Kunz” gegründet. Die Stiftung bezweckt das Erhalten und Pflegen sowie, wenn möglich, die Erweiterung einer historischen Waffensammlung, welche die wichtigsten Schritte der geschichtlichen und technischen Entwicklung der Feuerwaffen in der Zeit von 1200 bis 1900 aufzeigt. Einen Flyer der Waffenkammer finden Sie hier .

Aus unserer Sicht ist die Studiensammlung insofern einmalig, da in ihr in systematischer und anschaulicher Weise die Entwicklung der Feuerwaffen studiert werden kann. Im Gegensatz zu den späteren Originalwaffen, handelt es sich bei den frühen Feuerwaffen um möglichst originalgetreue, jedoch funktionsfähige Nachbauten von weltweit verstreuten Unikaten. Nebst Besuchstagen für die Öffentlichkeit werden, auf Anmeldungen hin, Führungen von Gruppen durchgeführt. Bei der Schweizer Öffentlichkeit stellen wir erfreulicherweise ein steigendes Interesse an der Sammlung fest.


Nachruf Udo Vollmer

Viele Sammler historischer Militärwaffen sind im Laufe ihres Sammlerlebens irgendwann einmal in Berührung gekommen mit Udo Vollmer aus Biberach/Riß. Sei es auf einer Waffenbörse gewesen, im direkten telefonischen oder persönlichen Kontakt. Seine Bücher zur Bewaffnung des Großherzogtums Baden, des Königreichs Württemberg und des Königreichs Hannover haben den Namen Udo Vollmer mindestens ebenso bekannt gemacht wie seine zwölfbändige Monographie zur Feuerwaffenausstattung der deutschen Staaten des 18. und 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus wurde Udo Vollmer vielen Vorderladerschützen bekannt durch die Produktion des "Vollmerstutzens", einen sehr gelungenen Nachbau des Schweizer Feldstutzens M 1851.

Nach dem Tod seines Vaters und Konstrukteurs des Maschinenkarabiners Mkb35 hatte Udo Vollmer 1961 die Geschäftsführung der Vollmer Werke in Biberach übernommen. Er erschloss für die Produktion von Schärfmaschinen neue Märkte im Ausland, wozu er viele Geschäftsreisen unternahm und so das Familienunternehmen zum Weltmarktführer ausbaute. Seine Fremdsprachenkenntnis, sein technisches Verständnis und sein Geschäftssinn kamen ihm dabei zugute. Um rascher die Firmenniederlassungen in England und Frankreich zu erreichen, macht er den Flugschein. Wie es seine knappe Freizeit aber zuließ, kümmerte er sich auch mit Leidenschaft um die vom Vater initiierte Waffensammlung, die er im Laufe der Jahre kontinuierlich und mit großem Sachverstand ausbaute. 1987, mit seinem Austritt aus der Firmenleitung verkaufte Udo Vollmer diese Sammlung an die Wehrtechnische Studiensammlung des BWB in Koblenz, wo sie heute in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich ist. Doch seine Leidenschaft für historische Waffen ließ ihn nicht los, so dass im Laufe der Jahre wieder eine stattliche Kollektion zusammenkam.

Udo Vollmer verstarb am 06.Dezember 2014 im Alter von 82 Jahren. Man wird ihn vermissen.

UL


Antiwaffenausstellung in der Gaststätte "Waldschenke" Plochingerstr. 25, 73773 Aichwald-Aichschieß

am 7. Juni 2014

Neben den vielen "Welttagen" gibt es auch den Weltkulturtag der "UNESCO". Dabei sollen an möglichst vielen Orten Ausstellungen stattfinden, die Zeugnisse der kulturellen Entwicklung der Menchen zeigen. In diesem Zusammenhang veranstaltete das "Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V." eine Schau über die Entwicklung der Waffen von der Steinzeit über die Schwerter römischer Legionen bis zum Zündnadelgewehr der preußischen Armee, das im Jahre 1866 eine für Deutschland entscheidentde Brdeutung hatte.

Waffen waren für die Steinzeitmenschen lebenswichtig zur Nahrungsbeschaffung und zur Abwehr von Angriffen. Sie wurden fortan zum ständigen Begleiter der Menschen und dem Stand der Technik entsprechend Weiterentwickelt. Die ausgestellten Objekte zeigten die handwerkliche Fertigkeit der früheren Büchsenmacher und Schwertschmiede im Wandel der Zeit bezüglich der Technik, in Zusammenhang mit dem epochalen Kunststil und seinen einhergehenden Formen und Verzierungen.

Die anwesende Sachverständige gaben gerne Auskunft über die in ihrem Besitz befindlichen Objekte.


Ausstellung „Kimme, Korn und ruhige Hand – der Schütze im Wandel der Zeit“ (24./25. Mai 2014) des Rheinischen Sammlerkreises*


Unsere insgesamt 16. Ausstellung im Rheinland – dabei das 6. Mal in Folge im Kleinen Saal des Kultur- und Medienzentrums der Stadt Pulheim – fand trotz mehrfacher Ankündigung und einer zusätzlichen Presse-Information aus dem Büro des Bürgermeisters leider nicht das erhoffte Besucherinteresse.

Insgesamt 27 Personen aus unserem Sammlerkreis sowie unserem Umfeld sorgten für die Verwirklichung unseres Projektes, welches nach rund 9monatiger Vorbereitungszeit von Dr. Georg Kippels (CDU/MdB), Ralph Bombis (FDP/MdL), Rita Klöpper (CDU/MdL), Bürgermeister Frank Keppeler (CDU), Landrat Michael Kreuzberg (CDU), Hans-Herbert Keusgen (Vorsitzender des WFSA = World Forum on the Future of Sport Shooting Activities, dem Welt-Dachverband für den Schießsport), Frank Göpper (Geschäftsführer FORUM WAFFENRECHT) sowie dem kompletten Vorstand des *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.* am 24. Mai eröffnet wurde.

Mittelalterliche Schützengilden stellen das älteste soziale Netzwerk dar, dessen wesentliche Aufgaben Schutz und Hilfe für seine Mitglieder und deren Familien als Solidargemeinschaft, Bewahrung von Werten und bürgerlichen Rechten sowie vor allem die gemeinsame Verteidigung der Heimat waren!

Schützenvereine sind die Gruppierungen mit den am weitesten in die Vergangenheit zurückreichenden Wurzeln – auf eine solche Tradition kann kein anderer Sportverein, keine kulturelle Gemeinschaft und keine politische Partei verweisen.

Die Schützenvereine heutiger Prägung entstanden im Gefolge der napoleonischen Kriege zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Bei der „Deutschen Revolution“ vom März 1848 bis zum Spätsommer 1849 waren die Schützen zusammen mit den Turnern und Sängern die wesentliche nationale und demokratische Opposition gegenüber der einzelstaatlichen Fürstenherrschaft. Diese drei Gruppierungen verbündeten sich gegen Restaurationsbestrebungen der in der sogenannten „Heiligen Allianz“ vereinigten Herrscherhäuser der europäischen Staaten Russland, Österreich, Preußen, Frankreich und England – und stellen somit die erste „Bürgerbewegung“ in Deutschland dar.

Keine andere Betätigung bietet eine derart große Bandbreite wie der Schießsport: Druckluft- und Patronenwaffen, Groß- und Kleinkaliberdisziplinen, Bogen und Armbrust, statische und dynamische Disziplinen, Distanzen von 10 m bis 300 m, Wurfscheibenschießen, Schwarzpulverschießen mit historischen Vorder- und Hinterladern, Wettkämpfe mit historischen Dienstwaffen und Westernschießen bis hin zu komplexen Sportarten wie Biathlon und Moderner Fünfkampf. Und es bilden sich immer mehr Verbände mit einer Vielzahl von Disziplinen in ihren Sportordnungen, so dass der heutige Schütze die Möglichkeit hat, sowohl historische Waffen, deren Replikate wie auch hochmoderne Sportwaffen zu verwenden. Dabei steht Alt neben Jung – und selbst körperbehinderte Sportler können sich in vielen Disziplinen mit Nicht-Behinderten messen. Und wenngleich es wohl verschiedene Wertungsklassen gibt, spielt das Geschlecht auf dem Schießstand erst einmal keine Rolle.

Eine sicherlich herausragende Sondervorführung bot die sehbehinderte Biathletin Susanne Groneberg (u.a. Ex-Europameisterin und zweifache Bronzemedaillengewinnerin bei den Paralympics), welche interessierten Besuchern den Umgang mit ihrem Lichtzielgewehr zeigte und diese selber erfahren ließ, wie das Schießen nach Gehör funktioniert.

Der Deutsche und Europameister im Westernschießen – Peter Kautz aus Pulheim – und seine Frau Bettina (internationale Niederländische und Deutsche Meisterin in derselben Disziplin) gaben Einblick in diese wenig bekannte und dennoch hochinteressante Variante des Bewegungsschießens.

An einem anderen Stand konnte man sich im Stundenrhythmus in die Geheimnisse der Eigenanfertigung von Munition – angefangen bei papierenen Zündnadel- bis hin zu großkalibrigen Zentralfeuerpatronen – einführen lassen.

Der Bogen der Ausstellung war gespannt beginnend bei steinzeitlichen Pfeilspitzen und ethnischen Bögen samt ihrer Pfeile über Armbrust und Vorderlader bis hin zu den modernen Disziplinen, wobei auch komplexe Sportarten wie „Moderner Fünfkampf“ und „Biathlon“ ihren verdienten Platz fanden.

Alles war erneut nachzulesen in der umfangreichen Begleitschrift zur Ausstellung, für die wir sogar aus Österreich Zuspruch und Lob erfuhren.

Aufgrund des Besucherzahl-bedingt geringen Spendenaufkommens rundete der Vorstand des *Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.* die Summe, welche wieder dem Fonds „Cents für Pänz“ zukommt, auf 500 €uro auf.

* siehe: http://www.rhein-erft-kreis.de/extranet/kulturnetz/mitglieder/?profil_id=25606


Nachruf Dr. Arnold Wirtgen

Nur wenigen Sammlern historisch-militärischer Feuerwaffen dürfte der Name Arnold Wirtgen unbekannt sein. Der Altmeister der preußischen Feuerwaffenkunde hat seit den 1970er-Jahren mit seinen Werken über die preußischen Militärfeuerwaffen Maßstäbe gesetzt, die heute als nahezu unverzichtbar für jeden gelten, der sich mit diesem Genre intensiv befassen möchte. Darüber hinaus hat es Dr. Arnold Wirtgen mit großer Sachkenntnis, Tatkraft und Durchsetzungsvermögen verstanden, im Rahmen seiner Dienstobliegenheiten beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz die vielen Sammlern alter und modernerer Waffentechnik bekannte Wehrtechnische Studiensammlung zu begründen und zu der Institution zu formen, wie wir sie heute kennen. Dr. Arnold Wirtgen ist nach langer Krankheit im Alter von 87 Jahren kurz vor Weihnachten 2013 verstorben.

Udo Lander


Pulheim – Ausstellung: „Im Dienste der Sicherheit – die Polizei in Deutschland nach 1945“

Es ist wohl die erste Ausstellung dieser Art, die der Frage nachgeht, welche Veränderungen die Polizei in Deutschland in den letzten 65 Jahren erfahren hat. Gregor Wensing (vom Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen), Wolfgang Truntschke, Eckhard Gluschke, Andreas Giersch und Egon Thiel haben, in Kooperation mit dem „Rheinischen Sammlerkreis“ und der „Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte“ über 500 Exponate aus privaten Sammlungen zusammengestellt, die für zwei Tage, nämlich am 4. und 5. Mai 2013, im Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim zu besichtigen war und als Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Pulheim, Frank Keppeler, steht. Befragt nach dem Stellenwert der Ausstellung sagte Gregor Wensing: „Die Polizeigeschichte spiegelt die deutsche Geschichte wider“ und: „Sammler spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft.“

Historischer Exkurs

Der historische Exkurs der Ausstellung wird von den „Machern“ so beschrieben: Unter dem Titel „Im Dienste der Sicherheit – die Polizei in Deutschland nach 1945“ wird dargelegt, wie sich das Erscheinungsbild der Polizei im Verlauf der vergangenen mehr als 65 Jahre – in West und Ost - gewandelt hat.

Die Kapitulation als Ende des Zweiten Weltkrieges, der Aufbau von neuen – möglichst unbelasteten – Ordnungs-strukturen in Ost und West, das Entstehen zweier deutscher Staaten, die den beiden neuen Machtblöcken zugeordnet wurden, der Kalte Krieg, die RAF, der Mauerbau und schließlich die Wiedervereinigung haben das Bild der deutschen Polizei nach dem Krieg bis heute bestimmt. Ihre Geschichte repräsentiert daher im Wesentlichen auch die Geschichte des besiegten Deutschlands, seine neue politische Ausrichtung innerhalb der Machtblöcke, die Entstehung zweier deutscher Staaten und letztendlich das Zusammenwachsen nach dem Ende des Warschauer Paktes.

"Vom Tschako bis zum modernen Schutzhelm"

Man sieht Uniformen aller Art aus dieser Zeit, etwa jene aus der britischen Besatzungszeit, Waffen aller Art, Pistolen, Gewehre etc., Schutzhelme (vom Tschako bis zum modernen Schutzhelm), Fahndungsplakate (etwa aus der Zeit der RAF), usw. Ein Prunkstück trug Gregor Wensing selbst, eine graue Uniform eines Obersten vom Wachregiment Felix Dzierzynski aus DDR-Zeiten, Polizei-Kellen usw.


FORTIS COLONIA - 2000 Jahre wehrhaftes Köln

Unter der Schirmherrschaft des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters fand am Wochenende des 16. und 17. Juni 2012 zum dritten Male an vielen Stellen der Stadt die Veranstaltung „FORTIS COLONIA – 2000 Jahre wehrhaftes Köln“ statt (vgl.: www.fortis-colonia.de).

Im alten preußischen Fort X der ersten Bauperiode (vgl.: http://www.festungsbauten.de/fortx.htm) unterstützten Mitglieder des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V., der Patronensammlervereinigung e.V. und des Freundeskreises Militärgeschichte Köln e.V. ebenfalls zum dritten Mal mit einer Ausstellung „Köln als preußische Festung und Garnison 1815 – 1918“ das dortige Programm der Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e.V.. Planung und Gestaltung lagen in den Händen unseres Mitglieds Uwe Piontek.

Die politische Lage sowie die Entwicklung Kölns als Festung und Garnison mit ihren stationierten Waffengattungen bildeten den Hintergrund für eine Darstellung der preußischen Waffenentwicklung im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert anhand von zahlreichen Realstücken. Die Schau umfasste neben Blank-, Faust- und Handfeuerwaffen auch zugehörige Munition und frühe Handgranatenmodelle aus dem Ersten Weltkrieg. Darüber hinaus Ausrüstungsstücke und Militaria.

Die große Zahl der Besucher und deren ausgeprägtes Interesse bewies den Ausstellern zum wiederholten Mal, eine zugkräftige, gelungene Veranstaltung geboten zu haben.


Ausstellungen aus dem Kölner Raum:

„Zündende Ideen - Zündsysteme für Feuerwaffen aus fünf Jahrhunderten“

20. Mai 2012 – 10. Juni 2012 - 14.30 - 17.00 Uhr

Heimatmuseum Stommeln

Kattenberg 5

50259 Pulheim

Ansprechpartner: Albert Kandels und Ingrid Funke

Telefon: 02238-14777

kontakt@heimatmuseumstommeln.de

www.heimatmuseumstommeln.de/


„Blankwaffen aus 2 Jahrhunderten aus Zentralafrika“

21. Mai 2012 – 30. Juni 2012 - 9.00-13.00 und 15.00-18.30 Uhr

Geschäftsräume der Firma Anhäuser SKF Optik

Frankfurter Str. 135

51147 Köln

Ansprechpartner: Ulfbert Anhäuser

Telefon: 02203-63101

Ulf.Anhaeuser@gmx.de


„Waffen die Leben retten – Leucht- und Signalmittel aus zwei Jahrhunderten“

21. Mai 2012 – (voraussichtlich) 30. Juni 2012 - 09:00 – 13:00 und 16:00 – 18:00 Uhr

Kölner Bank, Zweigstelle Esch

Chorbuschstraße 41

50765 Köln

Ansprechpartner: Gregor Wensing

Telefon: 0221 – 590 16 44

gwensing@gmx.de

„Karl May und der Traum vom Abenteuer“

21. und 22. April 2012
Kultur- und Medienzentrum der Stadt Pulheim

Steinstraße

50259 Pulheim

Ansprechpartner: Gregor Wensing

Telefon: 0221 – 590 16 44

gwensing@gmx.de


Karl May – ist das nicht ein Name, der viele Reaktionen hervorruft?

Wer erinnert sich nicht an lange Leseabende, weil man die Bücher einfach nicht aus der Hand legen konnte?

Was war das für ein Mensch, der einerseits mit „Winnetou“, „Kara Ben Nemsi“, „Old Shatterhand“ , „Charlie“ oder „Hadschi Halef Omar“ Figuren schuf, die immer und überall für die Armen, Schwachen und Hilflosen eintraten und der andererseits auch mal steckbrieflich gesucht wurde wegen Delikten wie Diebstahl, Betrug, Landstreicherei und Hochstapelei und der einige Jahre in zwei verschiedenen Zuchthäusern einsaß – dazwischen lag eine Flucht während eines Gefangenentransports?

Ein Studium für den Beruf als Lehrer musste er wegen Diebstahls beenden, eine zweite Chance hierzu verbaute er sich selber durch ein erneutes Eigentumsdelikt.

Er schrieb Erzählungen als Fortsetzungsartikel für verschiedene Zeitschriften: Teils unter seinem Namen, teils aber auch unter Pseudonymen und mit andere Titeln - um seine Texte gleich mehrfach verkaufen zu können.

Er war einer der erfolgreichsten Autoren deutscher Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts. Mit den Schilderungen von Reisen zu exotischen und damals noch für die Allermeisten unerreichbaren Gegenden wie den sogenannten „Wilden Westen“, Lateinamerika oder den Vorderen Orient traf er sichtlich nicht allein den Nerv seiner deutschen Leser, denn seine Romane und Erzählungen wurden in mehr als 33 Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von über 200 Millionen.

Die Gemeinschaft der Waffen- und Munitionssammler des Rhein-Erft-Kreises und des Kölner Raumes spürt in ihrer 14. Ausstellung am 21. und 22. April 2012 (10:00 – 18:00 Uhr) im Kultur- und Medienzentrum der Stadt 50259 Pulheim (Steinstraße) dem Phänomen Karl May nach und stellt in Zusammenarbeit mit Sammlern anderer Fachrichtungen bildhaft seine Romane und Erzählungen in Szene.

Die Eröffnung durch den Bürgermeister der Stadt Pulheim wird am 21. April um 11:00 Uhr vorgenommen.


Die Position des Kuratoriums zum „Nationalen Waffenregister“ , welche auch dem Bundesministerium des Innern übermittelt wurde.

Verbändebeteiligung zum Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Nationalen Waffenregisters

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie auch an uns Sammler und Historiker gedacht haben.

Unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit haben uns gelehrt, dass Belange der Kultur-, Technik- und Sozialgeschichte bei Gesetzesvorhaben wenig Berücksichtigung fanden. Insofern hoffen wir, dass zumindest unsere folgenden Anmerkungen zur Sicherheit der betroffenen Bürger Aufmerksamkeit we-cken, und regen zuerst an, dass im Gesetz vermerkt wird, dass jeder Eintrag in das „Nationale Waffenregister“ jetzt und in Zukunft ohne Kosten für den betroffenen Bürger geschieht. Wir haben in der Vergangenheit zu oft erleben müssen, wie über steigende Gebührenlasten eine „Regulierung“ des privaten Waffenbesitzes versucht wird.

Weiter soll die Datensammelei verbindlich auf erlaubnispflichtige Schusswaffen beschränkt sein; dieser Wunsch erwächst aus der Aussage in der Schrift Das Nationale Waffenregister: Eine Handrei-chung für Waffenbehörden, Version 1.2,10. November 2010: „Zunächst werden im ZWR nur die Daten erfasst, die den erlaubnispflichtigen Umgang mit Waffen und Munition betreffen.“ – was den Schluss erlaubt, dass damit die Tür für weitere Datensammeleien geöffnet werden soll.

Zum Stellenwert des „Nationalen Waffenregisters“ verweisen wir erneut auf die Aussage von Herrn Prof. Dr. Dietmar Heubrock vom Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen, der in seiner „Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung ‚Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften‘“ bereits am 02.02.2008 betonte: „Hervorzuheben ist, dass bei Raub, Nötigung und räuberischer Erpressung etc. Legalwaffen gar nicht verwendet werden“, wie auch „die Verwahrung und der Umgang mit legal erworbenen Schusswaffen kriminalpolitisch nicht relevant“ sind. Daran hat sich bis heute nichts geändert: „Der private Waffenbesitz ist aus polizeilicher Sicht, das haben wir schon öfter gehört, überhaupt nicht das Problem“.

Diese Aussage findet in der alljährlich vom Bundeskriminalamt herausgegebenen Jahresstatistik Waffen/Sprengstoff seit langer Zeit ihre Bestätigung.

Lediglich der deliktisch allenfalls marginal in Erscheinung tretende legale Waffenbesitz ist registrierungsfähig; daher sind Kenntnisse vom Waffenbestand eines legalen Waffenbesitzers nach dem oben Dargestellten ohne kriminalpräventive Bedeutung. Dies betrifft noch in gesteigertem Maße Antiquitäten und obsolete Waffensysteme, die in Deutschland unglücklicherweise auch einer Genehmigungs- und Registrierpflicht unterliegen – anders als in den anderen europäischen Ländern. Daher darf man davon ausgehen, dass mit der genannten Richtlinie 2008/51/EG des Europäischen Parlamentes und Rates diese Gegenstände eigentlich nicht erfasst werden sollten.

Mit dem „Nationalen Waffenregister“ erwächst aus diesem Grunde eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den legalen Waffenbesitzer – und hier insbesondere den Sammler, welcher über Jahre Gegenstände des nationalen und internationalen Kulturgutes zusammengetragen hat –, die ohne Not heraufbeschworen wird. Wenn nämlich Daten (z. B. über den Legalwaffenbesitz) an einer Stelle gebündelt gespeichert werden, kann auch bei allergrößter Umsicht nicht gewährleistet werden, dass nicht auch Unbefugte hierauf zugreifen und sich dann quasi wie in einem Versandhauskatalog wert-volle Gegenstände aussuchen können.

Dass unsere Vorstellungen nicht so abwegig sind wie die Annahme, die im „Nationalen Waffenregis-ter“ gespeicherten Daten seien auch nur halbwegs sicher, belegen Zitate aus der aktuellen Tagespresse:

28. Mai 2011: Angreifer dringen in Computer von Lockheed Martin ein

(„Der US-Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Lockheed Martin hat einen Angriff auf seine Com-putersysteme festgestellt. Der soll mit dem Datendiebstahl beim US-Sicherheitsunternehmen RSA in Zusammenhang stehen.“).

3. Juni 2011: Sony wird erneut von Hackern heimgesucht – Hackerangriff auf Datenbank („Dabei hatten es die Hacker wieder einmal geschafft, 1 Million Datensätze zu klauen.“).

14. Juni 2011: Hacker spähen interne Daten des US-Senats aus

14. Juni 2011: Hacker greifen den IWF an – Steckt ein Staat hinter der Attacke auf den Währungsfonds? (u. a.: „ … war die Software des Hackerangriffs genau auf den Fonds zugeschnit-ten. Es sollte heimlich eine Software installiert werden, um einem bestimmten Staat Zugang zu geheimen Daten des IWF zu verschaffen. … Der designierte US-Verteidigungsminister, CIA-Chef Leon Panetta, warnte unlängst … es bestehe die Gefahr, dass ein Hacker-Angriff die Stromnetze, Sicherheits-, Finanz- oder Regierungssysteme lahmlege.“)

15. Juni 2011: Hacker kapern Website

16. Juni 2011: Die Jagd auf große Fische – Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum in Bonn soll die wichtigsten Infrastrukturen schützen (u. a. „Übeltäter sind oft chinesische Stellen, denen deutsche Vertreter immer mal wieder warnend auf die Finger klopfen. Klar ist: 21 000 Angriffe pro Tag …“).

29. Juni 2011: Hacker-Angriff Tatort Anrufbeantworter

(„Telefonate nach Estland, Somalia, Malediven – Hacker haben sich in Telefonanlagen deutscher Firmen geschlichen und Hunderttausende Euro vertelefoniert.“).

12. Juli 2011: Regierung sucht verschwundene BND-Baupläne („Dem Bundesnachrichtendienst sind offensichtlich in noch ungeklärtem Ausmaß Baupläne der neuen BND-Zentrale in Berlin abhanden gekommen.“)

12. Juli 2011: „Ein Abteilungsleiter des BND hat über seinen Dienstcomputer Pornos bestellt. („… Das ist strikt verboten, weil der Computer auf diese Weise zum Einfallstor von Cyberattacken werden kann.“).

15. Juli 2011: Hackerangriff auf Pentagon: 24 000 geheime Dokumente gestohlen. („Die USA sind Opfer eines großen Hackerangriffs geworden. 24 000 sensible Dokumente sind in ausländische Hände gelangt.“).

19. Juli 2011: Hacker schleust Trojaner ein. („Der 23-Jährige steht im Verdacht, Trojaner in Computerservern von Zollkriminalinstitut (ZKA), Bundespolizei und Landeskriminalamt (LKA) eingeschleust, vertrauliche Daten abgegriffen und im Internet veröffentlicht zu haben. … Bei den gestohlenen Daten handelt es sich unter anderem um Bewegungsprofile aus dem Observationssystem Patras. Damit werden die Daten von GPS-Peilsendern ausgewertet, die die Fahnder z. B. an Fahrzeugen von schwer kriminellen Verdächtigen anbringen:“).

19. Juli 2011: Daten von Rewe-Bildsammlern ausgespäht („Rund 45 000 Sammler von Tier- und Fußballbildern sind von einem Datendiebstahl beim Handelskonzern REWE betroffen.“).

20. Juli 2011: Zweiter Hacker gesteht Attacke auf den Zoll („Zudem habe er bei der Bundespolizei die dafür nötigen Zugangsdaten ‚ausgespäht‘ und diese Passwörter auch an Dritte weitergegeben.“)

Wir dürfen auch unsere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zitieren (2. De-zember 2010): „Wo immer es möglich sei, sollten Behörden und Unternehmen darauf verzichten, Datenberge über Bürger … anzulegen“ und „Wikileaks sei auch eine Warnung zur Datensparsamkeit“.

Sogar die Bunderegierung macht sich Sorgen wegen online betriebener Spionage bei deutschen Be-hörden (Mitteilung des BMI unter Verweis auf Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz, welches allein zwischen Januar und September 2010 rund 1 600 Cyber-Attacken registriert hat) – es ist ebenso absurd anzunehmen, dass diese Spionage einen Bogen um das „Zentrale Waffenregister“ machen wird, wie zu glauben, dass dieses „Zentrale Waffenregister“ einen unüberwindbaren Sicherheitsstandard besitzen wird.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen: Diese zentral gespeicherten Daten betreffen auch (Sammel-)Gegenstände von z. T. hohem kulturhistorischen Wert, die für deliktische Zwecke nahezu ungeeignet, aber für einen bestimmten Bereich der Kriminalität hochinteressant sind.

Wir verweisen hierzu auf: http://www.kunstraub.de/ („Die Anzahl der Einbrüche in Deutschland nimmt ständig zu. Häufig werden bei diesen Einbrüchen Kunstgegenstände entwendet.“)

4. September 2003: Ob Leonardo oder C. D. Friedrich – warum so viele Meisterwerke gestohlen werden

21. März 2007: Die Bilder des norwegischen Malers Edvard Munch sind immer wieder Ziele von geplanten Kunstdiebstählen.

12. April 2007: Kunsträuber in Wien erbeuten Vasen im Millionen-Wert („Es habe sich offensichtlich um Profis gehandelt, die mindestens zu zweit am Werk gewesen seien, erklärte die Polizei. Die Kunstobjekte gehören dem Grafengeschlecht der Harrach, einer der wohlhabendsten Adelsfamilien der österreichisch-ungarischen Monarchie.“).

21. Mai 2010: Kunstraub in Paris ("Wenn das Werk aus der Öffentlichkeit verschwindet, ist es wohl Opfer organisierter Kriminalität geworden.").

Insofern wird durch dieses „Zentrale Waffenregister“ eine nicht unerhebliche Gefahr vor allem für Leib und Leben von Waffensammlern und ihren Familien sowie für Gegenstände des (inter-) nationalen Kulturgutes generiert, ohne dass der geringste Gewinn für die „Innere Sicherheit“ erkennbar ist.

Wir bitten, dies bei Ihren Überlegungen zu berücksichtigen und sich daran zu erinnern, dass Ihr Mi-nisterium den Schutz der Bürger unseres Landes gewährleisten soll und sie nicht fahrlässig oder gar – nach Kenntnis des oben Dargestellten – vorsätzlich einer realen Gefahr aussetzen darf.

Gerade die erneut aufgeflammte Diskussion um die sogenannte „Sicherheitsverwahrung“ hat zudem deutlich vor Augen geführt, dass man Vorgaben des Europäischen Parlamentes und Rates nicht blindlings folgen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Hans-Peter Schmid gez. Wolfgang Berk

1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

gez. Werner Schuler Gregor Wensing

Vorsitzender des Sachverständigenwesens Kulturreferent

PS:

Die im Rahmen der Oktoberrevolution von 1917 in St. Petersburg bekannt gewordenen Kommunistischen Regeln für die Revolutionlisten unter J) auf:

Veranlasse die Registrierung sämtlicher Feuerwaffen aus irgendeinem Vorwand in der Absicht, sie zu konfiszieren und die Bevölkerung hilflos zu lassen.

Damit schreiben wir Ihnen aber sicherlich nichts Neues.

PPS: Der Artikel „Waffenbesitz“ aus FOCUS 27/2011 (Seite 54 und 55) ist Ihnen sicherlich ebenfalls bekannt.




Mitgliederversammlung in Suhl

Wie angekündigt fand am 04./05.07.2011 in Suhl im Ringberghotel die Mitgliederversammlung sowie Tagung der Sachverständigen statt.

Am Freitag den 04.07. begann unsere Tagung und Versammlung mit einem gemeinsamen Mittagessen und dem anschließendem Besuch und der Besichtigung des Museums in Zella – Mehlis. Hier wurden wir von Herrn Nordtheim persönlich durch die Ausstellung geführt. Nach dem Besuch des Museums stand noch ein weiterer Tagesordnungspunkt zum Thema Sachverständigenwesen auf dem Programm. Am darauf folgenden Tag gab es Vorträge und Diskussionen zum Sachverständigenwesen. Zu allen Themen und Vorträgen konnten die angereisten Mitglieder teilnehmen bzw. beiwohnen. Am späteren Nachmittag begann dann pünktlich die Mitgliederversammlung mit den Wahlen der Vorstandschaft.
Da keine Anträge der Mitglieder an die Versammlung eingegangen sind, konnte der Vorsitzende entsprechend der Tagesordnung bzw. des Programms die Versammlung eröffnen. Nach der Begrüßung und der Ehrung der verstorbenen Mitgliedern gab der Vorsitzende seinen Rechenschaftsbericht ab. Wesentliche Eckpunkte in seinem Bericht bezüglich der vergangenen Legislaturperiode stellten zum einen die Herausgabe unseres Kuratoriums – Kuriers dar, sowie die Ausrichtung von Sonderschauen auf nicht Waffenmessen wie die Südwest – Messe in Villingen Schwenningen und dem Mannheimer Maimarkt dar. Diese Messen weisen zum einen Schnitt von ca. 200000 bzw. 500000 Besucher auf, die größtenteils nicht wie bei den typischen Waffenmessen im Wähler-verhalten dem privaten Waffenbesitz positiv gegenüberstehen, diese Schicht mit unseren Sonderschauen, Vorträgen, Gesprächen und Diskussionen von der Notwendigkeit des privaten Waffenbesitzes zu überzeugen. Wir berichteten bereits ausführlich zu diesen Messen und die von uns abgehaltenen Sonderschauen und dem dazugehörenden Programm. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Versammlung stellte der Antrag dar, den Posten des Kulturreferenten in die Vorstandschaft zusätzlich aufzunehmen, dem die Mitglieder statt gaben. Dem Vortrag des Vorsitzenden und dem Antrag folgte anschließend der Kassenbericht des Kassiers und der Kassenprüfer sowie die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft.

Neuwahlen

Da die Amtsperiode der Vorstandschaft dieses Jahr endete wurden die Neuwahlen der Vorstandschaft wie angekündigt im Rahmen dieser Mitgliederversammlung durchgeführt. Da aus persönlichen bzw. gesundheitlichen und Altersgründen nicht mehr alle Vorstandsmitglieder zur Verfügung standen und sich weitere Mitglieder für die einzelnen Posten zur Wahl stellten wurde der Antrag auf eine geheime Wahl gestellt und vom gewählten Wahlleiter durchgeführt.

Das neue Vorstandsgremium setzt sich nun nach der Wahl wie folgt zusammen:

Vorstand: Hans – Peter Schmid

2.Vorstand: Wolfgang Berk

Kassier: Klaus Bünemann

Schriftführer: Dietrich Jonke

Beisitzer und Zuständiger für das Sachverständigenwesen: Werner Schuler

Beisitzer: Wolfgang Wichtler

Beisitzer: Bernhard Frey

Kulturreferent: Gregor Wensing

Die Gewählten bedankten sich nach ihrer Wahl bei den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen.

In diesem Zusammenhang bedankte sich auch der Vorstand wie auch die neu gewählten Mitglieder der Vorstandschaft bei den scheidenden Vorstandsmitgliedern für die Gute und konstruktive Zusammenarbeit in der Vorstandschaft sowie für ihre Tätigkeit zum Wohle des Kuratorium sowie aller Waffenbesitzer und –freunde für ihr Engagement. Die auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder sind:

Hartmann Hedtrich 2. Vorstand

Ladislaus Kotschner Schriftführer

Gerhard Mohr Beisitzer

Jürgen Ruoff Beisitzer

Herr Hedtrich wird trotz Rückzug aus der Vorstandschaft unsere Hompage weiterhin betreuen, wofür ihm ein besonderer Dank gebührt.

Dank gilt auch den Mitgliedern die sich zum einen zur Wahl ge-stellt haben, aber auch denen welche keine Mühen gescheut haben um an der Mitgliederversammlung teilnehmen zu können.


Nachlese zum Mannheimer Maimarkt

Wie angekündigt führte das „ Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. auf dem „ Mannheimer Maimarkt „ eine Sonderschau unter dem Motto „ Jäger und Sammler „ durch. Hierbei wurde den Besuchern die Entwicklung der Jagdgeräte aus unserem Kulturkreis in einem Querschnitt präsentiert. Die Ausstellung fand bei den Besuchern sehr großen Anklang und die Mannschaft am Stand war stetig gefragt, besonders an den Wochenenden. Jeden Tag fand eine Führung durch unsere Ausstellung mit Erläuterung der Exponate statt, wie auch zur Geschichte der Jagdgepflogenheiten in Zusammenhang mit den einzelnen Jagdwaffen und Jagdutensilien der Sonderschau. Neben den Führungen gab es auch an jedem Tag eine Informationsveranstaltung über bestimmte Bereiche des WaffG.. Hierzu hatten die vielen Besucher Fragen welche in zahlreichen Gesprächen meist zur Zufriedenheit abgearbeitet werden konnte. Interessant war für uns war der Umstand dass sich besonders viele Jugendliche von der Sonderschau im Besonderen von den Exponaten, nicht nur von den moderneren Schusswaffen, angetan waren und häufig die Frage stellten welche Voraussetzungen gegeben sein müssen dass auch Sie Waffen, Waffenzubehör, bzw. solche ausgestellten Gegenstände usw. sammeln dürfen. Einige Schulklassen hatten von Ihren Lehrkräften die Aufgabestellung erhalten, nachdem die örtliche Presse sehr positiv über unsere Sonderschau berichtete, zu Jagdgepflogenheiten unserer Vorfahren aber auch über einzelne Exponate der Ausstellung sich zu informieren und dies schriftlich festzuhalten damit dies im Schulunterricht verwendet werden kann.

Äußerst wichtige Faktoren stellten für uns jedoch die Gespräche mit den politisch Verantwortlichen unserer BRD auf allen Ebenen dar. So waren neben dem Stand des Bundestages auch alle etablierten Parteien mit ihren Vertretern aus der Politik anwesend die sich bereitwillig der Diskussion um das Waffenrecht stellten. In zahlreichen Gesprächen und Diskussionsrunden konnten wir viele Besucher wie auch unsere politischen Verantwortlichen von dem hohen Stellenwert des privaten, legalen Waffenbesitzes in einer starken Demokratie überzeugen. Besonders wurde unserseits im Einzelnen hervorgehoben welchen enormen Stellenwert der private Waffenbesitz, in Zusammenhang mit der Jagd-ausübung, dem Schießsport aber auch im Erhalt der Waffen als Kultur-gut, besitzt. Verdeutlicht wurde in diesem Zusammenhang auch welche weitreichenden Folgen ein Verbot des privaten Waffenbesitzes in den vorgenannten Bereichen hätte.

Ungewöhnlich für uns waren natürlich in Bezug, auf die Waffenmessen, die besonderen Auflagen hinsichtlich der Standbewachung und das Verbringen der erwerbsscheinpflichtigen Waffen nach Messeschluss in einen Tresor der entsprechenden Güteklasse wie aber auch die 11 Tage dauernde Messe, das wir aber gerne in Kauf genommen haben.

An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank zum Einen den Zuständigen und Verantwortlichen der Kreispolizeibehörde der Stadt Mannheim, der Kriminalpolizei vor Ort, aber im Besonderen gilt jedoch unser Dank der Frau Goschmann und Ihrem Maimarkt Team von der EXPO – Südwest welche den Grundstein für unsere Sonderschau legte sowie unsere entstandenen Unkosten übernahm und somit diesen Auftritt uns erst ermöglichte.

Als Fazit kann diese Sonderschau als einmalig und sehr gelungen angesehen werden, da wir ein Publikum ansprechen konnten, das im eigentlichen Sinne nicht mit Waffen vorbelastet ist, und dieses an Hand von Gesprächen und den ausgestellten Exponaten von der Notwendigkeit des privaten, legalen Waffenbesitzes überzeugen konnten.


Das Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. unterstützt Jugendliche in Köln-Esch mit 500 €uro.

Am Mittwoch, den 15.12.2010 überreichte der Kulturreferent des „Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.“ – Gregor Wensing - den Betreibern der Offenen Tagesstätte (OT) in Köln-Esch einen Scheck über 500 €uro als Unterstützung für die dort geleistete Jugendarbeit.

Das Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. hatte in der Vergangenheit im Kölner Stadtteil Esch 10 Ausstellungen organisiert (siehe: http://www.rhein-erft-kreis.de/extranet/kulturnetz/mitglieder/?profil_id=25606), deren Erlös u.a. auch der OT Köln-Esch zugeflossen war.

Nach zunehmenden Schwierigkeiten mit der für das Waffenrecht zuständigen Stelle beim PP Köln, die beinahe die Durchführung der 11. Ausstellung* im Martinussaal der Katholischen Pfarrgemeinde Köln-Esch in Frage gestellt hätten, sind die Sammler in das Kultur- und Medienzentrum in Pulheim ausgewichen, wo sie unter der Schirmherrschaft des Landrates des Rhein-Erft-Kreises sowie des Pulheimer Bürgermeisters und mit Unterstützung durch das Kulturamt bereits zwei weitere Ausstellungen erfolgreich durchgeführt haben. Da Nutznießer der Pulheimer Ausstellungen allerdings nur eine örtliche gemeinnützige Organisation sein konnte (hier: „Cents für Pänz“), floss der OT Esch aus den Ausstellungen der Sammler kein Geld mehr zu.

Die Betreiber der OT Köln-Esch sind an dieser Entwicklung jedoch schuldlos - und bedürfen dringend weiterer Unterstützung. Daher hat der Vorstand des „Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V.“ beschlossen, in diesem Jahr der OT Köln-Esch als Ausgleich für ausgefallene Einnahmen aus Ausstellungen eine Spende für die so wichtige Jugendarbeit zukommen zu lassen.

Die Finanzsituation dieses Jugendprojektes, dessen Träger die katholischen Jugendwerke Köln e.V. sind, ist nämlich mehr als prekär. Der Projektverantwortliche Dirk Volmer stellte bei der Spendenübergabe fest: „Wir können nur gerade so am Limit arbeiten“. Die knappe Haushaltskasse führte zu der eigentlich untragbaren Situation, dass die Projektleiterin Carola Laps eigenhändig die Räumlichkeiten putzt und dass die Stellen von ehrenamtlichen Helfern im Sommer 2010 gestrichen werden mussten, weil selbst deren Aufwandsentschädigungen nicht mehr zu finanzieren waren.

Bis zum Jahresschluss befindet sich die OT in einer Projektförderung durch die Stadt Köln, bei der aber lediglich Minimalbeträge fließen, damit zumindest vorerst wenigstens die Räumlichkeiten erhalten bleiben. In erster Linie finanziert sich diese Jugendeinrichtung daher über Spenden sowie gelegentlich durch die Vermietung der Räume z.B. für Kindergeburtstage.

* es handelte sich dabei um die gemeinsame Ausstellung „Zwei Legenden feiern Geburtstag“ der Waffen- und Munitionssammler mit dem Ford-Oldtimerclub, mit denen an die 100. Geburtstage der „Pistole 08“ und des Ford-Autos „Tin Lizzy“ erinnert wurde. Dieses Projekt verlief erst nach Intervention durch das IM NRW ohne Störung.


Zur Abbildung: Über den Scheck aus der Hand des Kulturreferenten des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V., Gregor Wensing (2. von rechts) freuen sich im Kreise zahlreicher Jugendlicher die Projektleiterin Carola Laps (3. von rechts), Klaus Dörken vom Förderkreis (4. von links) sowie der Projektverantwortliche bei den katholischen Jugendwerken Köln e.V., Dirk Volmer (3. von links).


Zum Tode unseres Ehrenvorsitzenden Herrn Gottlob Herbert Bidermann

Am 1. September 2010 ist unser Ehrenvorsitzender und Träger der „ Goldenen Verdienstnadel „ des Kuratorium zur Förderung historischer Waffensammlungen e.V. Herr Gottlob Herbert Bidermann in seinem Heimatort Dornstetten/Aach sanft entschlafen. 2 Tage zuvor konnte er noch seinen 90ten Geburtstag im Kreise seiner Familie bewusst erleben.

Der Verstorbene hat sich in besonderer Weise um das Kuratorium verdient gemacht, als nämlich nach dem Ableben der Gründungsmitglieder des Kuratoriums bzw. die verbliebenen Mitglieder der Vorstandschaft aus Altersgründen den Verband nicht mehr führen konnten, auf deren Wunsch hin trotz seiner vielfältigen Aufgaben die Vorstandschaft übernommen und mit einer neuen Mannschaft zu neuer Stärke geführt.

Des Weiteren legte Herr Gottlob Bidermann den Grundstein für unzählige Sonderschauen im Rahmen der Internationalen Waffen – Börse auf der Landesmesse in Stuttgart wie auch der Internationalen Waffenmesse in Dortmund. Durch die von Ihm gestalteten Sonderschauen im Rahmen des Kuratorium, welche Er mit seinem großen Fachwissen bereicherte und den Interessierten weitergab erlangte das Kuratorium wie auch seine Person einen weltweiten Bekanntheitsgrad, dabei wurde Ihm wie auch uns in diesem Zusammenhang eine außergewöhnliche Anerkennung zu teil.

Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit und seines Alters war Herr Bidermann immer ein kompetenter Ansprechpartner, und zeigte sich immer bereit von seiner Sammlung Exponate dem Kuratorium für seine Sonderschauen und Ausstellungen zur Verfügung zu stellen.

Mit seiner Stiftung im Schloss Glatt wird sein Name für immer weiterleben. Auch das Kuratorium wird seinem Ehrenvorsitzenden und Träger der goldenen Verdienstnadel Herr Gottlob Herbert Bidermann ein ehrendes Gedenken bewahren.


Protokoll der Mitgliederversammlung 2007 in Stuttgart

Termin: 23. März 2007

Tagungsort: Kongresszentrum der MESSE Stuttgart

Beginn: 18.30 Uhr

Teilnehmerzahl: 17 Mitglieder

Protokollführer: Bernhard Frey

Nach pünktlichem Beginn begrüßt der Vorsitzende, Hans-Peter Schmid, die anwesenden Mitglieder. Bei der Totenehrung erwähnte er besonders unser Mitglied Kurt Gaigl, der im Dezember 2005 unerwartet verstorben ist.

TOP 1) Hans-Peter Schmid lässt die Aktivitäten der vergangenen vier Jahre Revue passieren, die sich besonders mit dem Waffengesetz und der Verwaltungsvorschrift befassten. Hier konnten Belange der Sammler deutlich gemacht und berücksichtigt werden. Eine weitere Aufgabe waren der Ausbau des SV-Wesens und die Gewinnung neuer Mitglieder. Der Stand vor vier Jahren von 269 erhöhte sich auf 357 Mitglieder. In diesem Zusammenhang wurden Hartmann Hedtrich der Dank für seine umfangreiche Arbeit an unserer Homepages ausgesprochen, die stark frequentiert wird. Für die „Waffe des Monats“ sollten ihm auch weiterhin Bilder und Texte eingereicht werden. Auch die Gründung von Stammtischen konnte vorangebracht werden. Solche bestehen jetzt auch in München, Wien, Köln und in den neuen Bundesländern.

TOP 2) Bericht des Leiters des SV-Ausschusses: Laut Werner Schuler gibt es jetzt 14 Sachverständige aus den ver-schiedensten Gebieten, mit denen jährlich eine Fortbildung/Tagung abgehalten wird, die stets auch eine interessante Besichtigung umfasst. Solche Tagungen waren schon in Oberndorf, Coburg, Suhl, Kulmbach und heuer in Koblenz.

TOP 3) Bericht des Schatzmeisters: Wolfgang Wichtler trägt die Einnahmen und Ausgaben der Jahre 2004 - 2006 mit Ausblick auf 2007 vor mit den entsprechenden Erklärungen. Etliche Mitglieder wünschen Bankeinzug. Diese Möglichkeit wird seitens der Vorstandschaft geprüft. Freiwillige Spenden der Mitglieder, die seither die Beitragszahlungen erhöhten, fallen dabei weg. In diesem Zusammenhang bedankte sich Hans-Peter Schmid für die Spenden.

TOP 4) Aussprache: Es wurden keine Ausführungen gemacht.

TOP 5) Bericht des Kassenprüfers: Gerhard Hack hat zusammen mit Herrn Pfeiffer die Unterlagen einzeln geprüft und ausnahmslos für i. O. befunden. Wolfgang Wichtler wurde eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Gerhard Hack beantragte eine Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten Vorstandes, die einstimmig von den Mitgliedern erteilt wurde.

TOP 6) Neuwahlen: Nachdem bis zum Stichtag keine Vorschläge eingegangen sind, werden die bisherigen Amtsinhaber nominiert, wobei Jürgen Ruoff anstelle von Kurt Gaigl benannt wird und auch Gerhard Mohr aufgenommen wird. Die Bewerber werden vom Vorstandsvorsitzenden vorgestellt. Werner Schuler, der die Wahl vorbereitet hat, befragte die Anwesenden, ob schriftliche Wahl gewünscht wird. Dies wird verneint und von Wolfgang Berk die Wahl en bloc vorgeschlagen. Gerd Häussermann übernahm daraufhin die Wahlleitung. Die Abstimmung ergab eine einstimmige Annahme der vorgeschlagenen Bewerber, die somit für die nächsten vier Jahre gewählt sind. Damit gilt folgendes Ergebnis:

Vorsitzender: Hans-Peter Schmid

Stellvertreter: Hartmann Hedtrich

Kassier: Wolfgang Wichtler

Beisitzer: Klaus Bühnemann

Bernhard Frey

Gerhard Mohr

Jürgen Ruoff

Werner Schuler


Rechnungsprüfer: Gerhard Hack und Herr Pfeiffer

TOP 7) Verschiedenes: Hans-Peter Schmid stellt das neue Faltblatt des Kuratoriums vor und bedankt sich bei den Herren Frey, Häussermann und Schuler für dieVorarbeit. Gerd Häussermann schlägt vor, Peter Schleger als SV zu gewinnen. Er wurde schon angesprochen, war aber seither nicht interessiert, kommt aber gelegentlich zum Stammtisch ins „Almrösel“. Nachdem keine weitere Wortmeldungen eingingen, schloss der Vorsitzende gegen 19.15 die Versammlung.